Es hat also doch irgendwie funktioniert: Meine Bücher stehen bei Buch Moser. Ich kann meine Freude gar nicht in Worte fassen.
Nun fragt sich vielleicht mancher: Wie konnte das passieren? Hat der überwältigende Online-Verkaufserfolg zur urplötzlichen Läuterung des lokalen Buchhandels geführt und man ist händeringend an mich herangetreten, das »Siebte Element« in der Auslage positionieren zu dürfen?
Tja, es war so ähnlich ;-) und doch ganz anders.
Tatsächlich profitierte Herr Kienburger in diesem Fall von persönlichen Verbindungen, die an eine lang zurückliegende Zeit anknüpfen. An eine Zeit vor den Kindern und vor jedweden schriftstellerischen Ambitionen. Eine Zeit, in der es noch keine Smartphones gab. Man musste damals tatsächlich etwas anderes mit seiner Freizeit anfangen, als an einem Quader wischend herumzusitzen und virtuelle Daumen an zumeist unbekannte Menschen verteilen. Herr Kienburger wählte damals den Chorgesang. In einem klassischen Grazer Kirchenchor. Mit regelmäßigen Proben und bravem Besuch jener Gottesdienste, die es gesanglich zu untermalen galt. In solchen Gemeinschaften lernt man zwangsläufig jene Menschen kennen, die dazu beitragen, dass aus der einzelnen Stimme ein Chorklang entsteht, sogenannte Sänger, sogar solche aus dem anderen Geschlecht, Alte und Soprane genannt. Ein gar nicht so alter, sondern vielmehr sehr talentierter Sopran arbeitete schon damals als Buchhändlerin bei dem Buchgeschäft meiner Träume. Buch Moser! Was für ein herrlicher Job! Zumindest in meiner romantisierten Vorstellung. Was jene jedoch schon damals in der Vorweihnachtszeit zu leisten hatten, wenn sich so gut wie jeder vernunftbegabte Grazer zumindest einmal im Advent in dieser Buchhandlung auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken begab, entbehrt jeder Romantik.
Und dennoch empfing mich das musikalische und geduldige Ohr jener Dame, mit der ich mich vor Urzeiten im Chor betätigte, und die immer noch bei Buch Moser arbeitet, wohlwollend und wertschätzend, als ich ihr in einem klassischen Live Telefonat (im Gegensatz zu meinen Kindern, die nur mehr mit Sprachnachrichten telefonieren können) schwärmerisch meinen großen Weihnachtswunsch näherbrachte: Meine Bücher mögen beim Buch Moser stehen und für alle Interessierten barriere- und amazonfrei erwerblich sein.
Und so geschah es! Astrid, jene Dame mit gewaltiger Stimme im Sopran und wie ich erkannte, mit immenser Menschenkenntnis und dem Gespür für ein fabelhaftes Geschäft, machte es also möglich!
Nun steht das »Siebte Element« also am schönsten Ort von Graz und wird dort feilgeboten. Was mehr kann ich mir wünschen?
Dass es jemand kauft? Wäre das zu vermessen? So viel vom Leben wünsche ich mir gar nicht. Mir genügt es, hin und wieder vorbeizuspazieren und meine Titelhelden aus dem Schaufenster lachen zu sehen, bereit, ihr Leben, ihre Geheimnisse, ihr Schicksal, ihre Sehnsüchte, ihre Liebe und ihre Träume mit all jenen zu teilen, die sich dazu entschließen mögen, in diese Welt der Fantasie einzutauchen. Ob dies viele sind oder nicht, ändert nichts daran, dass Astrid mir diesen Traum erfüllt hat und dafür danke ich ihr von Herzen!